
Burning – Körperorientierte Traumatherapie
– Der Körper kennt den Weg –
„Die Zeit heilt keine Wunden.“ (Unbekannt)
Burning-Prozess
Der Burning-Prozess (Körperorientierte Traumatherapie)
Der Burning-Prozess ist für mich die Methode der Wahl, um Traumata aller Art und Tiefe aufzulösen – auch solche, die dem Bewusstsein nicht mehr zugänglich sind: vorgeburtliche und geburtliche Traumata, frühe Kindheitserfahrungen innerhalb der ersten 3 Lebensjahre sowie generationsübergreifende Belastungen.
Ich habe ihn aus dem „Begleiteten Systematisches Wiedererleben (BSW)“ nach Prof. Sigfrid Petry weiterentwickelt. Aus 22 Jahren Praxiserfahrung mit Menschen, die ganz unterschiedliche Traumatisierungen und Lebenserfahrungen mitbringen, ist dieser tiefgreifende Heilungsprpozess gewachsen.
Wie Burning wirkt
Der Burning-Prozess ist ein natürlicher, in unserem Körper-Geist-Seele-System angelegter hocheffizienter Heilungs- und Transformationsprozess, Negative und schmerzliche Bewusstseinsinhalte – bis hin zu extremsten traumatischen Erfahrungen – sowie tiefl verwurzelte Konflikte, Emotionen und verhärtete innere Strukturen können sich durch unsere liebevolle Aufmerksamkeit auf das, was sich im Körper zeigt, gleichsam „verbrennen“ – wie in einem alchemistischen Prozess.
Der Körper kennt den Weg. Er trägt im Unterbewusstsein die ganze Information. Neurowissenschaftlichwe Erkenntnisse bestätigen, dass der Körper als Übermittler und Übersetzer von Gehirnsignalen unersetzlich ist, wenn es um die Verarbeitung und Integration von Traumata geht.
Während des Prozesses übernimmt der Körper die Führung und gibt nur soviel frei, wie die Person im Moment bereit und fähig ist zu erfahren. So besteht in keinem Moment eine Überforderung oder etwa eine Retraumatisierung. Zu jedem Zeitpunkt bleibt die Person im Hier und Jetzt und kann sich nicht in den alten Erfahrungen verlieren oder dissoziieren.
Wenn Erinnerungen fehlen
Viele Menschen haben keine klaren Erinnerungen an ihre Kindheit oder keinen Zugang zu ihren Emotionen. Das ist kein Hindernis. – der Körper kennt den Weg. Er bringt in kleinen, nehmbaren Portionen das hervor, was sich lösen möchte: manchmal Bilder und Emotionen, manchmal reine Körperempfindungen oder andere Phänomene.
So werden abgespaltene und verdrängte Inhalte nach und nach integriert und erlöst: Das Erlebte verliert seinen Schmerz, seinen Schrecken und seine Macht über das Leben. Es ist dann nur noch kognitiv erinnerbar und belastet den Betroffenen nicht mehr.
Was Burning nicht ist:
· kein forciertes Weidererleben von Trauma
· keine Überforderung des Systems
· keine lange Stabilisierung im Vorfeld notwendig – der Körper selbst gibt das Tempo vor
Was Burning ist:
· ein radikales liebevolles Sein mit dem, was da ist
· ein Schmelzen alter Muster, auch ohne Analyse oder Verstehen
· ein Weg, der auch allein praktiziert werden kann – in eigenem Tempo und Tiefe.
· eine Methode, die den Menschen Selbstwirksamkeit und Vertrauen in den eigenen Körper zurückgibt.
Unterschied zu anderen Methoden (z.B. EMDR, SE):
Während EMDR auf die gezielt Bearbeitung von Erinnerungen und Somatic Experiencing (SE) auf die Regulation des Nervensystems ausgerichtet ist und beide einen „Navigator“ brauchen, vertraut Burning auf die innenwohnende Weisheit des Körpers. Es führt nicht direkt „an die Wurzel“, sondern läßt sie in kleinen, tragbaren Portionen auftauchen – genau so, wie es für die Person ganz individuell im Moment möglich ist.
Burning in Gruppen und zu Hause
In meiner Praxis ist Burning auch in kleinen Gruppen (max. 7 Teilnehmer) möglich. Die Erfahrung zeigt, dass die Gruppe ein außerordentliches Feld von Unterstützung, Resonanz und Wachstum eröffnet.
Viele meiner Klienten lernen Burning zudem für sich selbst anzuwenden – um ihre Heilung zu vertiefen und unabhängiger von langen Therapieprozessen zu werden.
Burning ist mehr als eine Methode – es ist eine Einladung, dem Leben wieder ganz zu vertrauen.